Herr Haller, sie sind nun gut 100 Tage im Amt, was ist in dieser Zeit ihre größte Baustelle gewesen?
Ganz klar gehen die weltweiten Krisen nicht an unserer Vorderpfalz vorbei. Durch die zahlreichen gewalttätigen Konflikte, vor allem auch in Syrien steigt die Zahl der Asylsuchenden stark an. Diese Menschen kommen häufig mit nicht mehr als dem was sie am Leibe tragen bei uns an, sind schwer traumatisiert und haben nichts retten können außer ihrem Leben. Besonders für Kinder sind die Erlebnisse in den Krisengebieten oft sehr schlimm. Es ist für mich selbstverständlich, dass wir diesen Menschen helfen.
Herr Haller, Sie haben die Zahlen angesprochen. Wie viele Flüchtlinge sind es genau?
Zum Stichtag 31. Oktober hatten wir genau 600 Personen im Leistungsbezug. Das bedeutet, dass alleine im Jahr 2014 bis Ende Oktober 266 Asylbewerber aufgenommen wurden. Der Großteil stammt aus Syrien. Für das nächste Jahr gehen wir von weiteren 500 Asylsuchenden aus.
Der Ortsverein der SPD Mutterstadt hat am Montag, den 05.01.2015, den amtierenden Bürgermeister Hans-Dieter Schneider mit überwältigender Mehrheit erneut als Bürgermeisterkandidaten der SPD nominiert. Vor den anwesenden Mitgliedern ließ der Kandidat noch einmal kurz Revue passieren, was sich in den Jahren, in denen er sein Amt bekleidet, alles in Mutterstadt getan hat. Darüberhinaus gab er noch einen Ausblick auf die Aufgaben und Herausforderungen der kommenden Jahre.
Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Beigeordnete, werte Kolleginnen und Kollegen des Kreistages, meine sehr geehrten Damen und Herren,
zunächst einmal möchte ich mich im Namen der SPD-Fraktion bei den Herren Hammes und Kistler sowie dem verantwortlichen Verwaltungsteam für die Erarbeitung des umfassenden Vorberichtes und des Haushaltsplanentwurfes bedanken.
Der Ergebnishaushaltsplanentwurf für 2015 weist mit Erträgen von rund 179,1 Mio. und Aufwendungen von gut 179,2 Mio., unter Berücksichtigung von Zins- und Finanzerträgen bzw. –Aufwendungen mit einem Minus von knapp 2,1 Mio. €, einen Fehlbetrag von 131 Tsd. € aus. Dies bedeutet eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr von rund 600.000,- € als Folge von 11,4 Mio. Mehreinnahmen, gut 10,4 Mio. höheren Aufwendungen und einem knapp 380 Tsd. € schlechteren Finanzergebnis. Über 3,4 Mio. € der Mehrerträge resultieren dabei aus höheren Zuwendungen des Landes über die Schlüsselzuweisungen B1 und B2 sowie im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs für Soziallasten gewährte Schlüsselzuweisungen C1 und C2. Trotz gleichbleibendem Umlagesatz von 42% steigen auch die Einnahmen durch die Kreisumlage durch höhere Umlagegrundlagen, sprich höhere Einnahmen der Gemeinden, um über 3,3 Mio. auf gut 60,1 Mio. €. Allerdings holt sich der Kreis die vom Bund über die Umsatzsteueranteile direkt an die Ortsgemeinden fließenden Entlastungsmittel in Höhe von rund 370.000,- € für die Eingliederungshilfe als Träger der Soziallasten über die Kreisumlage wieder zurück. Dies ist nachvollziehbar und erhöht den Umlagesatz einschließlich Progression auf 42,52%.
Vor diesem Hintergrund unterstützen wir den Vorschlag der Verwaltung, den Basis-Umlagesatz nicht zu erhöhen ausdrücklich, um zusätzliche Belastungen für die Kreisgemeinden zu vermeiden.
In den Grundfragen der Kommunalpolitik des Rhein-Pfalz-Kreises besteht Übereinstimmung. Unterschiedliche Auffassungen sollen intern ausgetauscht werden mit dem Ziel eines Kompromisses. Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung werden nicht gegen den ausdrücklichen und begründeten Willen eines Partners getroffen.
Die Entscheidungen der Koalition werden in einem Koalitionsausschuss beraten und einvernehmlich beschlossen. Für Sitzungen des Koalitionsausschusses, der aus dem Kreisvorstand, den beiden Fraktionssprechern sowie den Kreisvorsitzenden besteht, werden feste Termine vereinbart.
Nach unserer Überzeugung ist diese Zusammenarbeit die richtige Antwort auf die Herausforderungen, die in den kommenden Jahren die Politik im Rhein-Pfalz-Kreis prägen werden. Wir lassen uns dabei von folgenden Grundüberzeugungen leiten:
Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns
Kommunale Politik ist kein Selbstzweck. Sie dient dazu, für die Menschen im Kreis die Lebensbedingungen optimal zu gestalten. Arbeit, Freizeit, Umwelt, Kultur, infrastrukturelle und soziale Daseinsvorsorge; in allen diesen Bereichen haben die Menschen die Erwartung, dass die Entscheidungen kommunaler Verantwortungsträger die jeweiligen Bedingungen und Konditionen erhalten und -wenn möglich - verbessern.
Bei seiner Konferenz am vergangenen Montag, 17. März, in Bobenheim-Roxheim, hat der SPD-Kreisverband Rhein-Pfalz-Kreis einen neuen Vorstand gewählt. Alter und neuer Vorsitzender ist der Lambsheimer Landtagsabgeordnete Martin Haller, MdL, der mit nur einer Gegenstimme im Amt bestätigt wurde. Gleiches gilt für die stellvertretenden Vorsitzenden Inge Sabin (Limburgerhof), Hubert Boßle (Schifferstadt) und Andreas Wehrmeister (Hanhofen). Auch Kassierer Karlheinz Detzer (Bobenheim-Roxheim) und Schriftführerin Julia Troubal (Mutterstadt) wurden mit überzeugenden Mehrheiten erneut gewählt. Beisitzer sind Ernst Bohrer, Gerlinde Braun (beide Dannstadt-Schauernheim), Ingrid Burlafinger (Altrip), Cordula Butz-Cronauer (Römerberg), Jutta Hahn (Waldsee), Esther Hoffmann (Limburgerhof), Christopher Huch (Maxdorf), Reinhard Reibsch (Böhl-Iggelheim), Rainer Schiffmann (Bobenheim-Roxheim), Isabel Schneider (Mutterstadt), Christine Wendel (Limburgerhof) und Uwe Wolf (Neuhofen). Neu im Vorstand sind Beisitzer Thomas Lorch aus Schifferstadt und der Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit Joachim Feldes aus Dannstadt-Schauernheim.